How to: das perfekte Anschreiben

Die Bewerbung ist der erste Eindruck, den der Arbeitgeber von einem Bewerber erhält. Neben einem ansprechenden Lebenslauf muss vor allem das Anschreiben überzeugen. Doch immer wieder erwischt man sich, wie man ausformulierte Musterbeispiele aus dem Internet heraussucht und diese ein wenig auf sich und die Stelle anpasst. Darüber wissen auch die Arbeitgeber Bescheid und sortieren solche Bewerbungen meist sofort aus. Wie sieht also ein aussagekräftiges und überzeugendes Anschreiben aus? 


Das Anschreiben gehört zu jeder Bewerbung dazu. Meist wird ihm viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt und damit die Chance vertan, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Personaler lesen hunderte Bewerbungen täglich – viele von derselben eintönigen Art. Diese gleichartigen Bewerbungen landen nicht selten umgehend auf dem „Aussortiert“-Haufen. Deshalb ist es wichtig, sich von der Masse abzuheben.  

Die Form

Man kann bei der Gestaltung seines Anschreibens durchaus kreativ sein, aber eine bestimmte äußere Form sollte trotzdem eingehalten werden. Glücklicherweise machen hier Vorlagen das Leben ein Stückchen leichter. Außerdem können diese Vorlagen durch Farbe und Design das Anschreiben ansprechender gestalten. Aber Achtung: Das Design sollte stets zum Stellenangebot passen, sonst kann die Wahl einer auffälligen Vorlage schnell Gegenteiliges bewirken. Wurde sich für eine Vorlage entschieden ist es zudem ratsam, das Design auch für die restlichen Dokumente beizubehalten. So wirkt die Bewerbung einheitlich und professionell. 

Grundsätzlich ist ein Anschreiben aufgebaut, wie es auf dem Bild oben zu sehen ist. Den Kopf bilden die eigenen Angaben, die Daten des Empfängers und das Datum. Eine Art Betreffzeile mit dem Anliegen „Bewerbung um die Stelle als …“ ist gerne gesehen und erleichtert den Personalern das Zuordnen der Bewerbung. Darunter beginnt das eigentliche Anschreiben mit der allseits bekannten Begrüßung. Ist der Empfänger bekannt, nennt man ihn per Namen. Ansonsten wählt man die Begrüßung: „Sehr geehrte Damen und Herren“. Beendet wird das Anschreiben mit „Mit freundlichen Grüßen“ sowie Unterschrift und dem eigenen Namen in Druckbuchstaben.  

Der Inhalt

Der entscheidende Part eines Anschreibens ist allerdings nicht die doch monotone Form, sondern der tatsächliche Inhalt. Standardfloskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich als …“ sollten unter keinen Umständen in einem Anschreiben auftauchen. Stattdessen sollte beim Personaler – von Beginn an – der Wunsch auf ein persönliches Kennenlernen aufkommen. Um ein spannendes, aber gleichzeitig auch ehrliches Anschreiben zu verfassen, sollte auf folgende Punkte geachtet werden: 

  1. Beantwortung der vier W-Fragen
    • Wer bist du? Was kannst du? Warum willst du genau zu diesem Unternehmen? Was hat das Unternehmen davon, dich einzustellen? Eine Hilfestellung bietet hier die Stellenausschreibung selbst. In ihr wird deutlich, welche Anforderungen das Unternehmen an seine Mitarbeiter hat und worauf es Wert legt. Ein Bezug zum Unternehmen oder der Stellenausschreibung zeigt echtes Interesse. Außerdem wird dadurch deutlich, dass man sich mit dem Unternehmen auseinander gesetzt hat. 
  1. Begeisterung
    • Unmotivierte Mitarbeiter möchte kein Unternehmen einstellen. Deshalb ist es wichtig, seine Begeisterung und Motivation für den Job aufs Papier zu bringen. 
  1. Beispiele
    • Bloßes Aufzählen von Charaktereigenschaften oder Qualifikationen durch frühere Tätigkeiten ist wenig überzeugend. Durch Beispiele wirkt das Anschreiben glaubhafter. Außerdem kann man durch Beispiele, die zur Stellenbeschreibung passen, zusätzlich punkten. Und ganz wichtig: Angeführte Qualifikationen sollten immer der Wahrheit entsprechen, damit im Nachhinein keine böse Überraschung lauert.
  1. Bestimmtheit
    • Durch Konjunktive wirkt der Bewerber unsicher. Selbstbewusstsein ist dagegen gern gesehen. Eine Schlussfloskel wie „Ich freue mich auf die Einladung zu einem persönlichen Gespräch“ statt „Ich würde mich freuen …“ ist deshalb zu empfehlen. 

Eine explizite Anleitung zum perfekten Anschreiben gibt es nicht, da das Anschreiben doch immer sehr individuell ist. Es sollte kurz und knapp, dennoch präzise sein. Es sollte wie ein Teaser verstanden werden, der Lust auf mehr macht. Immerhin will man dahingehend überzeugen, sich persönlich beim Unternehmen vorstellen zu dürfen.

Inzwischen gibt es auch schon Alternativen, die das übliche Anschreiben ersetzen. Sei es eine Bewerbung per Sprachnotiz oder per Video. Schaut dazu gerne einmal unseren Blogbeitrag zur Videobewerbung an. Welche Art der Bewerbung man letztendlich auswählt, ist natürlich Geschmackssache. Solange die Motivation für den Job gut transportiert wird, macht man bei keiner Variante etwas falsch! 

Jetzt seid ihr an der Reihe! Setzt die Tipps direkt bei der Bewerbung für intouchCONSULT e.V. um: https://intouch-consult.de/bewerbung/ Wir freuen uns auf euch!