Zeitmanagement spielt sowohl als Junior Consultant als auch im Studium, sowie im Berufsleben eine wichtige Rolle. Besonders in der Prüfungsphase verkalkuliert man sich des öfteren mit seinem Zeitplan und es ist schwierig, Studium, Freunde, Arbeit und Vereinsleben unter einen Hut zu bringen. Wir haben ein Interview mit Maximilian Mittermeier, welcher unser 3. Vorstand und Jade Organisator ist, geführt. Im Folgenden zeigt er auf, wie ein Leben eines Beraters aussieht und hat ein paar Tipps und Tricks bezüglich des Themas Zeitmanagement.

 

Benutzt du einen Zeitplan und wie untergliederst du diesen?

Sobald feste Termine stehen (wie Verabredungen, Meetings, etc.) speichere ich mir die Termine ein. Ich versuche generell alles, was ich in meinen Kalender eintragen kann auch einzuspeichern. Abends am Tag davor oder jeden Morgen überlege ich mir, was alles ansteht und priorisiere diese nach: was muss ich erledigen (Verpflichtungen), was kann ich erledigen („Zusatzaufgaben“) und was will ich machen (Belohnung)

 

Beispielsweise muss ich 8h arbeiten (von 9.00 bis 17:30) danach kann ich entweder noch Sport machen (bis ca. 19:30) oder lernen, ich würde auch gerne an dem Tag noch einen Film ansehen.

 

Bei der Planung gehe ich relativ genau vor, teilweise in Minuten, wenn sie realistisch abschätzbar sind. Beispielsweise 2 Minuten Weg bis zur Bushaltestelle, 13 Minuten Fahrt zur Uni, 4 Minuten bis zum Vorlesungssaal.

 

Bist du mit deinem Zeitmanagement zufrieden oder würdest du gerne etwas daran verbessern?

Ich bin aktuell relativ zufrieden, ich schaffe alle Termine und vernachlässige dabei kaum das Studium

 

Woher holst du dir Tipps und Tricks für deinen Zeitmanagement?

Best practices und learning by doing 😀

 

Work-Life-Balance spielt in der heutigen Zeit immer wieder eine große Rolle. Wie setzt du die Work-Life-Balance in deinem Leben um?

Ich bin zum Ausgleich gerne im Fitnessstudio, dort kann man mal den Kopf für 2h ausschalten, das Handy weglegen und einfach das machen, was einem Spaß macht. Fest einplanen eher nicht, aber es ist wichtig sich ein Hobby oder eine Beschäftigung zu suchen, auf die man sich auch mal komplett fokussieren kann und alles andere vergisst. Komme ich beim Lernen oder Arbeiten nicht weiter, hilft es mir oft, wenn ich einfach mal was ganz anderes mache, mich darauf konzentriere und dann wieder komplett neu auf das Problem zugehe. So sieht man das Ganze aus einem anderen Blickwinkel.

 

Wenn dir etwas zu viel wird, wie gehst du damit um und wie motivierst du dich?

Ich versuche mir immer vorzuhalten, warum ich das mache. Wenn man das Ziel nicht aus den Augen verliert und sich immer wieder bewusst macht, von wo man denn gestartet ist und was man alles schon erreicht hat, motiviert mich das persönlich sehr stark.

 

Wie gehst du damit um, wenn du etwas nicht schaffst?

Etwas nicht gleich auf den ersten Versuch zu schaffen ist absolut keine Schande. Meiner Meinung nach lernt man aus Fehlern und wächst an Herausforderungen. Demnach sollte man sich, falls mal etwas in die Hose geht, erstmal überlegen warum es genau so passiert ist. Aus dieser Überlegung kann man sich dann einen Plan oder eine Strategie überlegen, wie man es beim nächsten Mal besser machen kann.

 

Belohnst du dich selbst, wenn du Ziele erreicht hast und wie gehst du mit unerreichten Zielen um?

Das Thema Belohnung ist schwieriger als manche denken. Ich habe selbst relativ lange Diät gemacht, dort ist es auch quasi normal sich mit sogenannten Cheat-Meals oder sogar ganzen Cheat-Days zu belohnen. Da war ich nicht anders, habe ich mich eine Woche oder mehr an die Diät gehalten, habe ich mich dafür mit einem gewaltigen Cheat-Meal belohnt.

Allerdings musste ich feststellen, dass diese Art der Belohnung eigentlich keinen Sinn macht.

Was bringt es mir meinen Erfolg/Fortschritt mit etwas zu feiern, was mich wieder zurückwirft und kontraproduktiv ist? Dementsprechend versuche ich, mich mit anderen Sachen zu belohnen.

Generell finde ich es allerdings sehr wichtig, sich für erledigte und erfolgreiche Arbeit zu belohnen und auch kleine Erfolge zu feiern, nur so kann man auch langfristig motiviert bleiben

 

Wie gehst du mit der heutigen „ständigen Erreichbarkeit um“?

Ich habe mein Smartphone immer auf stumm. Habe ich keine Zeit nachzusehen, ob jemand geschrieben oder angerufen hat, lege ich es zur Seite und bin so gesehen dann auch nicht erreichbar. Prinzipiell finde ich es allerdings sehr gut, schnell mit jemanden Kontakt aufnehmen zu können und etwas nachzufragen. Meiner Meinung nach ist auch niemand gezwungen, jede Nachricht nach 5 Minuten zu beantworten.

 

Im Folgenden werden alle Tipps und Tricks von Max nochmal zusammengefasst:

  • Abends am Tag davor oder jeden Morgen zu überlegen was alles ansteht und diese zu priorisieren nach: Verpflichtungen, Zusatzaufgaben und Belohnung
  • Es ist wichtig sich ein Hobby oder eine Beschäftigung zu suchen, auf die man sich auch mal komplett fokussieren kann und alles andere vergisst
  • Immer vorhalten, warum man dies macht
  • Erfolgreiche Arbeit belohnen und auch kleine Erfolge zu feiern, nur so kann man auch langfristig motiviert bleiben
  • Falls mal etwas in die Hose geht, erstmal überlegen warum genau das so passiert ist
  • Best practices und learning by doing