Wirtschaftsfilme, die sich nicht nur um Wirtschaft drehen

 

 

The Big Short

Wir alle haben wahrscheinlich schon mal etwas von Finanzkrisen gehört. Die einen haben sie miterlebt, die anderen haben von ihnen im Geschichtsunterricht gehört und manche waren mittendrin. So auch Michael Burry, Mark Baum, Jared Vennet und Ben Rickert. Als im Jahr 2007 die Weltwirtschaftskrise beginnt, welche durch die US-Immobilienkrise eingeleitet wurde, wussten diese Herren schon Jahre Bescheid. Sie wetten gegen die Banken und wollen durch Short-Käufe Profite erwirtschaften, aber auch das fragile Finanzsystem offenlegen. Wer jetzt einen trockenen Kapitalfilm erwartet, hat zu einfach gedacht. The Big Short bietet zum einen mit der Starbesetzung um Brad Pitt, Christian Bale, Ryan Gosling, Margot Robbie, Selena Gomez, Steve Carell und Bradley Cooper echtes Blockbuster-Feeling und zum anderen kommen zwischenmenschliche Beziehungen nicht zu kurz. Wer sich also selbst als ein Einsteiger in einer viel zu komplizierten Finanzwelt sieht, kann diesen Film auch mehrmals anschauen.

 

 

The Wolf of Wallstreet

Jordan Belfort erlebt inmitten der 80er Jahre gerade seinen ersten Tag als Makler an der New Yorker Wall Street, doch ausgerechnet an diesem geschieht der größte Börsenzusammenbruch seit der Weltwirtschaftskrise 1929. Nach seinem Jobverlust wird er während seiner Arbeit in einer kleinen Broker-Firma auf den fast unregulierten Markt der Pennystocks aufmerksam. Er gründet zusammen mit ein paar Gleichgesinnten das Unternehmen „Stratton Oakmont“ und schafft mit dieser einen rasanten Aufstieg. Die Drogen sind billig, die Partys sind häufig, schöne Frauen immer an seiner Seite. Er lebt das Leben eines Rockstars. Verkörpert von Leonardo di Caprio, zeigt Belfort die menschlichen Triebe, welche in einer auf maximalen persönlichen Profit gerichteten Welt zum Vorschein kommen. 

 

 

American Psycho

„Es gibt eine Vorstellung von einem Patrick Bateman, die abstrakt ist. Aber es gibt kein wahres Ich.“

Bateman hat alles. Einen gut bezahlten Posten als Vice-President, ein luxuriöses Apartment, eine Verlobte, einen durchtrainierten Körper und eine Vorliebe zum Töten. Die zu Beginn gezeigte Darstellung seines Lebens verläuft sich im Laufe des Films. Er hasst jeden einzelnen seiner Freunde, die Affäre seiner Verlobten interessiert ihn nicht und alle Interaktionen mit seinen Mitmenschen sind gestellt. Er ist innerlich leer. Sein exzessiver Stil ist eine Fassade, um seine eigenen krankhaften Gedanken zu verschleiern. Der gesamte Film ist eine Satire einer Gesellschaft, voller Selbstverliebter, in der selbst ein gestehender Mörder kein Gehör findet.

 

 

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