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Unser Zahlungsverhalten ändert sich nachhaltig.

Wer liebt es nicht? Das einfache Auflegen der Bankkarte oder dem Smartphone. ZACK. Bezahlt. Vor allem durch Corona hat sich das bargeldlose Zahlungsmittel durchsetzen können und das Bargeld vieler Deutsche aus dem Geldbeutel verschwinden lassen. Jedoch möchten trotzdem viele Kartennutzer nach der Pandemie zurück zum Baren kehren. Darunter befinden sich aber nicht nur die älteren Generationen, für die die Kartenzahlungen bisher sowieso eher unbedeutend waren. Auch 37% der jüngeren Käuferschicht werden, laut Statista, wieder mehr Bargeld nutzen. 

Es wäre tatsächlich gut, beides zu haben. Bargeld und eine Girokarte. Jedoch ist mir persönlich der Weg auf die Bank zu umständlich. Für den Geldautomaten brauche ich schließlich meine Karte, warum dann nicht auch gleich mit der Karte bezahlen? Somit hat man seine Ausgaben immer im Blick und braucht sich nicht mehr den Kopf darüber zu zerbrechen, wo denn das ganze Geld geblieben ist.  

Ich tappe deswegen auch öfter in die gleiche Falle: Der Einkauf beim Dorfbäcker, wo ich Semmeln und Brezen kaufen möchte. Am liebsten würde ich nun meine Karte ziehen und auf das Terminal legen, aber leider besteht der Bäcker immer noch auf Bargeldzahlungen. Ja, blöd. Denn nicht einmal 10ct bekomme ich in meinem Geldbeutel zusammen.  

Man sieht, Bargeld wird niemals aus unserem Alltag verschwinden können. Allein die Geldscheine, die für besondere Anlässe vielfältig gefaltet und verschenkt werden, bleiben ein großer Bestandteil unserer Kultur. Aber nichtsdestotrotz setzt sich bei höheren Zahlungen die Karte durch. Wer will denn auch mit so viel Bargeld in der Tasche in das nächste Möbelhaus gehen und riskieren, dass das Geld verloren geht oder im schlimmsten Fall, sogar gestohlen wird?  

Durch Corona hat auch überwiegend der Online-Handel zugenommen und die Zahlungen über Online-Zahlungsmittel hat sich erhöht. Aber auch bspw. in Tankstellen und Apotheken werden mittlerweile viel mehr Zahlungen mit der Girocard getätigt. Dies könnte auf die Angst der Käufer zurückzuführen sein, dass Corona über Geldscheine und Münzen übertragbar sein könnte. Jedoch kann diese Aussage widerlegt werden, wenn man sich an die grundsätzlichen Hygiene-Regeln hält, die man generell in seinen Alltag eingebaut haben sollte. 


TITELBILD / Clay Banks auf Unsplash

TEXT / Lisa von intouchCONSULT e.V.