Regionale Mode ist was für Omas? Nicht mit Labelbird  

intouchCONSULT e.V. interessiert sich nicht nur für große, etablierte Unternehmen, sondern auch für kleine, aufstrebende Start-Ups. Was ist die Geschichte hinter dem Start-Up? Wie kam es zur Gründungsidee? Was konnte das Start-Up bereits lernen? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir die Reihe “Start-Ups aus der Region” ins Leben gerufen, in der wir spannende Interviews mit Gründern und CEOs führen. Heute beleuchten wir das Regensburger Start-Up Labelbird. Hierfür haben wir die Gesellschafter und Geschäftsführer des Labelbird -Teams Corbinian Kempf und Ernst-Robert Weckerling interviewt.  

Was macht Labelbird?

Labelbird will kleine, aufstrebende Designer aus Deutschland unterstützen, indem diesen eine Plattform bereitgestellt wird, auf der sie ihre Produkte anbieten können.  

So fördert Labelbird den regionalen E-Commerce und bringt Regionalität in ein neues Zeitalter. Labelbird wirkt damit dem altbackenen und verstaubten Image regionaler Mode entgegen – mit Erfolg, denn dank der positiven Resonanz führt das Start-Up mittlerweile Labels aus ganz Deutschland. 

Wie  das Unternehmen  entstand  

Die Idee zu Labelbird entstand vor ca. zweieinhalb Jahren bei einem 5€-Business-Wettbewerb der OTH Regensburg. Ein Teil des heutigen Labelbird – Teams nahm ursprünglich mit einer anderen Idee an dem Wettbewerb teil und wurde so auf die Idee aufmerksam. Begeistert von dem Konzept kauften sie den ursprünglichen Gründern die Idee ab. 

Warum Labelbird seinen Standort in Regensburg belässt, hat mehrere Gründe. Zum einen studierten sechs der acht Mitglieder in Regensburg und zum anderen bietet die Stadt eine Vielzahl an verschiedenen Förderungen und Vorteilen für junge Gründer, wie zum Beispiel das Gründerzentrum an der TechBase der OTH Regensburg. 

Außerdem spielt das Thema Regionalität in Regensburg eine wichtige Rolle und bringt somit das perfekte Image und auch die optimale Zielgruppe für das Start-Up mit sich. 

Existiert  Labelbird  nur online oder gibt es auch Läden?  

Viele Kleidungsstücke, die über Labelbird zu erwerben sind, zeichnen sich vor allem auch durch besondere Materialien und Herstellungsverfahren aus, die im stationären Handel noch deutlich besser zur Geltung kommen als online. 

Aus diesem Grund plante Labelbird Anfang des Jahres eine Pop-Up-Store-Roadshow. Zeitlich befristete Läden bzw. Showrooms wurden in verschiedenen Städten eröffnet. Trotz durch Corona erschwerten Bedingungen konnten sie ihre Idee bereits in Geisenhausen und Neustadt an der Donau umsetzen. Dabei legten sie den Fokus bewusst auf kleine Städte, die nicht die klassischen Kandidaten für Pop-Up-Stores sind. Denn dadurch lassen sich leerstehende Verkaufsflächen nutzen, was unter den ortsansässigen Leuten für Begeisterung sorgt und den Gedanken der Regionalität wieder in den Vordergrund rückt. 

Teilweise wird in den Läden nur ein Musterstück ausgestellt, das anhand von einem QR-Code vor Ort eingescannt und online bestellt werden kann. Außerdem erfährt der Kunde so auch gleich von der Herkunft des Kleidungsstücks und Wissenswertes über den Designer.  

Learnings  im Team

„Just do it.“ Nicht so viel über kleine Entscheidungen diskutieren, sondern einfach machen, rät uns Robert auf diese Frage. Nicht aufgeben, immer weitermachen, auch wenn es oft hart ist. 

Ein weiterer Rat unserer Interviewpartner war „Think big“. Sie haben gelernt, dass es durchaus Vorteile hat, etwas zu wagen, was zunächst eine Nummer zu groß erscheint. Für sie heißt das zum Beispiel, sich auch an die vermeintlich zu großen Labels heranzutrauen und durch eine Zusammenarbeit mit diesen zu wachsen.  Im Nachhinein würden sie sich dabei den Rat geben, sich weniger von Zahlen und Misserfolgen einschüchtern zu lassen. 

Außerdem betont Corbinian, wie wichtig es ist, die optimale Teamkonstellation zu finden und die Aufgaben so zu verteilen, dass jedes Teammitglied seine Ressourcen voll ausschöpfen kann: „Das Team trägt das Start-Up, es ist der Motor und das Kapital“. Bei der Zusammenstellung des Teams war es dabei auf jeden Fall von Vorteil, dass sich vier Mitglieder des Labelbird – Teams bereits zuvor über intouchCONSULT e.V. kennengelernt haben. So konnte von einem ähnlichen Mindset und  grundlegende Fähigkeiten, wie z.B. im Projektmanagement, ausgegangen werden. 

Das Team hinter dem Startup Labelbird

Labelbird’s Vision für die Zukunft  

Das Labelbird-Team will ihre Pop-Up Store Roadshow weiter fortführen. Die nächste Station hierbei ist ein Store vom 15.02.2021 bis 27.02.2021 im Degginger in Regensburg. Die Roadshow wollen sie in Zukunft auch auf Norddeutschland ausbreiten, um dort mehr Bekanntheit zu erlangen.  

Außerdem will das Team bis Mitte des Jahres mehr als 100 Labels anbieten können. 

Seinen Fokus setzt Labelbird weiterhin darauf, aufstrebende Designer durch ihren Online-Shop zu unterstützen und Käufern regionale Produkte näher zu bringen.  


intouchCONSULT e.V. wünscht Labelbird hierbei viel Erfolg und bedankt sich herzlich für das Interview.