Burnout - Symptome und Behandlungsmöglichkeiten

Burnout

Habt ihr euch schonmal über Burnout erkundigt? Nein? Ich bis dato auch nicht.  

Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich nie eine Ahnung hatte, was Burnout eigentlich ist. Warum sollte ich mich auch darüber informieren? Betrifft mich ja schließlich nicht – bin ja noch so jung. Aber das ist sowas von falsch! Burnout kann nämlich mich, dich und alle anderen auf dieser Welt treffen, unabhängig vom Alter. Du kannst Student*in, Manger*in, Mutter oder Vater, Rentner*in oder auch arbeitslos sein. 

Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Auch Kinder und Jugendliche sind von Burnout betroffen.  

Was ist Burnout? 

Burnout beschreibt einen Zustand der totalen körperlichen und geistigen Erschöpfung. Wird das Wort ins Deutsche übersetzt, bezeichnet man es auch als „Ausgebranntsein“. Die Krankheit kann von Panikattacken und Depression bis hin zum körperlichen Zusammenbruch führen. Bislang war Burnout keine wirkliche Diagnose. Es wurde bis Ende 2021 noch unter der Diagnosegruppe Z73 „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ geführt. Statistische Auswertungen zeigen jedoch, dass sich das Burnout bedingte Arbeitsunfähigkeitsvolumen im letzten Jahrzehnt beinahe verdoppelt hat. Mitunter deshalb wurde seit dem 1. Januar 2022 Burnout als eigenständige Diagnose in den ICD aufgenommen.  

ICD = International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems = internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme  

Wie entsteht Burnout? 

Diese Krankheit entsteht nicht von heute auf morgen, sondern über einen längeren Zeitraum. Meist nehmen wir eine Burnout-Erkrankung auch nicht sofort wahr.  

Der Auslöser von Burnout ist vor allem auf Stress zurückzuführen. Natürlich können wir jetzt sagen: „Stress hat ja jeder“. Aber auch dort gibt es Unterschiede: Zum einen gibt es Stress, den man mal ab und zu hat, wenn gerade viel zu tun ist, der dann aber auch wieder verschwindet. Und dann gibt es Stress, den man nicht mehr loswird. Ein langanhaltender Stress, der entsteht, weil man beispielsweise nie „Nein“ sagen kann oder weil man sich als Perfektionist*in zu hohe Ziele setzt. Aber nicht nur das. Auch veränderte Arbeitsbedingungen oder anspruchsvolle Betreuungspflichten, wie die Pflege der Eltern, können eine Rolle spielen. Natürlich gibt es noch viele weitere Ursachen, die zu Burnout führen können, aber dies ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.  

Burnout vermeiden 

Am aller Besten ist es natürlich, wenn man es gar nicht so weit kommen lässt. Aber das ist, wie alles andere auf dieser Welt, leichter gesagt als getan.  

Der erste Schritt ist jedoch, mal in sich selbst zu „horchen“ und seine eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen. Vielleicht schadet es auch nicht, ein bisschen Perfektionismus abzubauen und klare persönliche, aber auch erreichbare Ziele zu definieren und zu verfolgen. Ein gutes soziales Umfeld schafft zudem Ausgleich und trägt zu einem gesunden Lebensstil bei. 

Burnout-Symptome 

Das früheste Anzeichen von Burnout ist, wenn Menschen nicht mehr abschalten können und mit langanhaltendem Stress leben. 

Aber auch nachfolgende Symptome sind Anzeichen für diese Erkrankung: 

– Anhaltende Müdigkeit 

– Erschöpfung 

– Angstzustände 

– Seelische und körperliche Beschwerden (Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafstörung 

– Betroffene können sich nicht konzentrieren und machen viele Fehler 

– Fehlende Energie für das eigene Privatleben 

– Gefühl, unentbehrlich zu sein oder nie genügend Zeit zu haben 

– Erhöhte Unfallgefahr und Anfälligkeit für Infektion 

 

Natürlich gibt es noch viele weitere Symptome. 

Was tun gegen Burnout? 

„Werde nicht zu deinem eigenen Feind!“ 

Der erste Schritt in die richtige Richtung ist, wenn man sich der Krankheit bewusst wird und anschließend Hilfe sucht. Dabei sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass Heilung Zeit und Sorgfalt braucht. Es bestehen gute Heilungschancen bei frühzeitiger Behandlung.  

Wird Burnout nicht behandelt, droht dauerhafte Arbeitsunfähigkeit. 

Außerdem hilft es, mal an sich selbst zu denken und sich die Frage zu stellen, ob man sich wirklich immer vor allen Leuten beweisen muss? Und die Antwort ist ganz einfach, „NEIN“. Man sollte auch mal an sich selbst denken.  

Merke dir „Nur wenn es dir selbst gut geht, kannst du gute Arbeit leisten und andere unterstützen. Achtet auf euch und euren Körper! Nobody is perfect!  

Abgrenzung zu anderen Krankheiten  

Googelt doch bitte alle mal nach den typischen Burnout-Symptomen. Ich weiß man sollte auf gar keinen Fall Symptome googeln, aber gebt doch mal z.B. Kopfschmerzen und fehlende Energie ein. Ich wette mit euch, Burnout ist die letzte Krankheit, die euch vorgeschlagen wird. Das liegt daran, dass es teilweise sehr schwierig ist, Burnout von anderen Krankheiten, wie Depressionen und Fatigue abzugrenzen. Burnout war bislang wie oben schon genannt, keine eigene Krankheit und individuell mit einer Ursache verbunden (bspw. Misserfolg im Beruf). Depressionen hingegen können auch genetische oder biologische Auslöser haben. Jedoch kann dies mittels spezieller Fragebögen abgegrenzt werden.