Pumpen nur für den perfekten Bizeps? Bald auch mit brainjo fürs Gehirn

intouchCONSULT e.V. interessiert sich nicht nur für große, etablierte Unternehmen, sondern auch für kleine, aufstrebende Startups. Was ist die Geschichte hinter dem Startup? Wie kam es zur Gründungsidee? Was konnte das Startup bereits lernen? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir die Reihe “Startups aus der Region” ins Leben gerufen, in der wir spannende Interviews mit Gründer*innen und CEOs führen. Heute beleuchten wir das Regensburger Startup brainjo. Hierfür haben wir die Co-Founder von brainjo Michael Pfauntsch und Constantin Demigha interviewt.   

Was macht brainjo? 

„Wir sind das Fitnessstudio fürs Gehirn“, ist die Vision des brainjo-Teams. Sie entwickeln verschiedene Virtual Reality Gehirnaufgaben, um psychosomatischen Erkrankungen wie bspw. Burnout vorzubeugen. Durch ihre Trainings wollen sie das bisherige Angebot in Fitnessstudios, das sich auf die körperliche Fitness konzentriert, um Gehirnsport erweitern. Ähnlich wie bzw. zusammen mit Fitnessstudios will brainjo sein Produkt auch für Unternehmen und Krankenkassen anbieten. Der geistige Ausgleich ist hierbei das Ziel – in Form von Fokus- oder auch Entspannungstrainings. Momentan hat brainjo bereits fünf entwickelte VR-Anwendungen. Brainjo konnte sogar schon einen Förderzuschlag der Gründerförderung „FLÜGGE“ des bayerischen Wirtschaftsministeriums für sich gewinnen. 

Branjo - Das Fitnessstudio fürs Gehirn

Wie entwickelt sich brainjo? 

Die Idee zum Startup hatte der heutige CEO von brainjo Christian Michael Gnerlich vor ca. drei Jahren – mit dem Ziel, Menschen mit einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom helfen zu können.  

Aktuell besteht das brainjoTeam bereits aus sieben Leuten. Die Gründung zur Kapitalgesellschaft steht kurz bevor. Hauptsächlich arbeitebrainjo momentan an der Produktentwicklung. Hierfür holt sich das Team regelmäßig verschiedensten Experteninput – z.B. von VR-Entwickler*innen, Psycholog*innen, Life Kinetik Trainer*innen und Sportmediziner*innen. 

Das Team ist sich sicher, das Wachstumspotenzial von brainjo ist riesig“. Um das Potenzial auszuweiten und alle möglichen Märkte bespielen zu können, muss brainjo aber erst noch spezialisierter werden und die Produkte weiter ausreifen lassen. Vorerst konzentrieren sie sich auf einen Pilotmarkt und werden dann auf weitere Märkte zugehen. 

Wie steht brainjo in Verbindung zu intouchCONSULT e.V.? 

brainjo hat bereits im Sommersemester 2019 ein Anwärterprojekt mit intouchCONSULT e.V. durchgeführt. Bei einem Anwärterprojekt führen drei bis fünf Anwärter*innen ein Beratungsprojekt selbstständig durch. Dies kann auch mit externen Unternehmen stattfinden. Für beide Parteien ist dies extrem sinnvoll – der/die externe Partner*in bekommt eine kostengünstige, qualitativ hochwertige Beratungsleistung und die Anwärter*innen von intouchCONSULT erhalten im Austausch Arbeitserfahrung.  

Im Jahr 2019 war einer der Interviewpartner, Michael Pfauntsch, für die Akquise bei intouchCONSULT zuständig und hat Christoph Michael Gnerlich – den CEO von brainjo – bei einer Messe kennengelernt. Hieraus entstand das Anwärterprojekt mit der Fragestellung, welche Zielgruppe brainjo konkret fokussieren sollte. Bei der Bearbeitung wurden beispielsweise Interviews mit verschiedenen Zielgruppen durchgeführt und eruiert. Das Anwärterprojekt war für beide Parteien ein großer Erfolg. Durch die Zusammenarbeit ist das intouchCONSULT-Mitglied Michael seit August 2020 fester Bestandteil von brainjo. 

Warum ist brainjo am Standort Regensburg? 

Die Idee zu brainjo kam ursprünglich aus einer Initiative der OTH Amberg-Weiden, an welcher Christian Michael Gnerlich studiert hat. Das Team hat sich dann aber für den Standort Regensburg entschieden, da die meisten Teammitglieder aus Regensburg stammen. Auch die Techbase in Regensburg ist eine große Unterstützung für brainjo. „Die Techbase ist ein wirklich nährhafter Boden für werdende Startups, da man hier wahnsinnig gute Connections schließen kann.“, erklärte das Team. Auch hat brainjo seinen ersten Partner, Infineon, in Regensburg gefunden. 

Was waren die bisher größten Herausforderungen für brainjo? 

Die größte Herausforderung für das Unternehmen war die Coronakrise. Das System in Fitnessstudios auszustellen und zu testen, ist aktuell leider unmöglich. Daher versucht das Team gerade über andere Märkte – zum Beispiel Spitzensport oder die Kooperation mit der BARMER Krankenkasse – erste Erfolge verzeichnen zu können. Sollte die wirtschaftliche Situation es wieder zulassen, wird die Ursprungsidee mit der Zielgruppe Fitnessstudios wieder stärker verfolgt. 

Was waren die größten Learnings? 

„Eigentlich lernt man jeden Tag etwas dazu, fachlich als auch unternehmerisch“, kommentierte das brainjo Team diese Frage. Man sollte sich nicht festbeißen, wenn man eine Idee im Kopf hat, denn die Relevanz und Durchführbarkeit einer Idee kann sich in einer agilen Startup-Welt sehr schnell ändern.  

Man sollte auch an einem festen Fahrplan festhalten und einen Fokus setzen, den man nicht so schnell über einen Haufen schmeißt. Dass alle Teammitglieder an einen Strang ziehen und richtig kommunizieren, kann auch herausfordernd sein. Vor allem mit externen Kund*innen kann dies zu Komplikationen führen. Mit Feedback richtig umzugehen und umzusetzen, ist hierbei das A und O. 

Ihrem jüngeren Ich würden die Interviewpartner raten, viele Erfahrungen zu sammeln. Man sollte mutig sein und vielmehr auf sein Bauchgefühl als auf kritische Kommentare von außen hören.  

Brainjo - Fitness-Ergänzung fürs Gehirn


intouchCONSULT wünscht brainjo weiterhin viel Erfolg und bedankt sich herzlich für das Interview.