anybill: Eine Ansage gegen das Zettelchaos

intouchCONSULT e.V. interessiert sich nicht nur für große, etablierte Unternehmen, sondern auch für kleine, aufstrebende Start-Ups.
Was ist die Geschichte hinter dem Start-Up? Wie kam es zur Gründungsidee? Vor welchen Herausforderungen steht das neue Unternehmen? Um diese Fragen zu beantworten, haben wir die Reihe “Start-Ups aus der Region” ins Leben gerufen, in der wir spannende Interviews mit Gründern und CEOs führen. Heute beginnen wir mit dem Regensburger Startup anybill. Hierfür haben wir Gründerin Lea Frank interviewt.

Wie die Idee zu anybill enstand

Lea Frank wusste eigentlich schon immer, dass sie irgendwann einmal ihr eigenes Ding machen möchte. Durch Auslandsaufenthalte in Ländern wie Finnland und den USA wurde sie darauf aufmerksam, wie weit verbreitet die Kartenzahlung bereits ist und wie unzeitgemäß die klassische Ausgabe von Kassenbons ist. Sie erkannte, dass die Belege, die sofort wieder im Müll landen, ein Problem darstellen. Gleichzeitig stellte sie fest, dass das nachträgliche Digitalisieren und Aufbewahren dieser Kassenzettel einen erheblichen Aufwand mit sich bringt.

So entstand schließlich die Gründungsidee für anybill: Eine digitale Alternative für Kassenzettel. Erstmalig hatte sie die Idee zu anybill auf einem Start-Up Wettbewerb in Regensburg gepitched, wo sie auch einen ihrer jetzigen Mitgründer Tobias Gubo kennenlernte. Zusammen gründeten sie im Winter 2019 das Unternehmen. Dann ging es richtig los. Es entstand eine App, auf der digitale Kassenbons gescannt, gesammelt und verwaltet werden können. Mittlerweile besteht anybill aus 18 Mitarbeitern und hat weit mehr zu bieten als nur eine App für Kassenbelege.

Die smarte Lösung für jedermann

anybill dient heute als Infrastruktur mit Schnittstellen für Kassensysteme, um die digitale Belegausgabe auf verschiedenen Wegen zu ermöglichen. Zudem entwickelt anybill heute Technologie- und Softwarelösungen auf Basis des digitalen Kassenbons, um eine zeitgemäße und umweltfreundliche Alternative für die Bon-Ausgabe zu etablieren. Ziel ist es, den Bon als ersten digitalen Touchpoint zum Kunden im stationären Handel zu nutzen und weitere smarte sowie datengetriebene Mehrwerte zu bieten. Die anybill-Services können als White-Label-Module in händler- und bankeneigene Apps integriert oder als Stand-Alone-Lösung genutzt werden. anybill arbeitet mit einer Vielzahl von Kassenanbietern und Payment Service Providern zusammen, um die Infrastruktur weiter auszubauen. Seine Services integriert anybill bereits bei großen Einzelhandelsunternehmen und Banken.  

Das Ziel von anybill ist es, den Offlinehandel mit Onlinefunktionen zu verknüpfen. Wie im Onlinehandel bereits selbstverständlich, sollen Kunden künftig auch im stationären Einkauf, anhand ihrer Käufe, personalisiert angesprochen werden. Basierend auf dem Lebensmitteleinkauf können dann personalisierte Rezepte vorgeschlagen werden. Ebenso sollen Garantien für den Kunden einfacher zu verwalten sowie zu verlängern sein.

So funktioniert´s

Durch die Bereitstellung der Funktionen in verschiedenen Apps oder auch der eigenen anybill App soll der Kunde entscheiden, wo die Kassenbons zusammengeführt werden sollen ohne, dass er eine Vielzahl von unterschiedlichen Programmen benötigt. Der Erhalt des Kassenbons erfolgt dabei digital über verschiedene Wege. Beispielsweise erfolgt die Übertragung direkt mit der Kartenzahlung oder per QR Code Scan.

anybill gegen das Zettelchaos

Das Resümee der Gründerin

Lea Frank kann nun nach gut einem Jahr bereits einige Learnings aus der Gründung von anybill ziehen. Sie und das anybill – Team müssen mit einem hohen Maß an Verantwortung umgehen, viel Kraft aufbringen und hohem Druck standhalten. Auch, dass Projekte mit großen Unternehmen oft sehr langwierig sind, hätte sie vorher nicht gedacht. Ihrem 2018 – Ich würde sie drei Dinge raten: Weitermachen, Durchhalten und immer ein bisschen naiv sein.


Für anybill hat Lea Frank die Vision, die gesetzten Ziele erfolgreich umzusetzen und einer der Top-Anbieter für digitale Belege und Netzwerkservices im digitalen Handel zu werden.

IntouchCONSULT e.V. wünscht anybill hierbei viel Erfolg und bedankt sich herzlich für das Interview.